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GESCHICHTE

Castell d' Empordà. Ein gotisches Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, das heute noch Überreste seiner romanischen Architektur bewahrt. Die älteste Urkunde, die sich auf das Schloss bezieht, stammt vom 18. März de 1301. Diese Urkunde sagt aus, Herr Lluc Pons habe das Schloss Guillem de Vilagut geschenkt, der seinerseits hier eine Festung baute, um sich vor seinen Feinden zu schützen. Die alten Überreste dieser Festung kann man noch im Nordteil des Schlosses erkennen

Im Jahre 1413 erwarb die Familie Margarit, Großgrundbesitzer und Abenteurer, das Schloss. Der Kapitän Margarit ist wohlbekannt, weil er unter Christoph Kolumbus bei dessen Entdeckung der Neuen Welt gedient hat. Wahrscheinlich wurde die Insel Isla Margarita, gelegen vor der venezolanischen Küste, zu Ehren des Kapitäns Margarit so benannt. Sein Neffe, Francesc Margarit, auch bekannt unter dem Namen "Serrallonga", war zur Zeit der Rezession und der schwarzen Pest im 17. Jahrhundert so eine Art katalonischer Robin Hood.

Die Margarits waren stets für ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft bekannt. Jedes Jahr gaben sie den Dorfbewohnern ein Bankett mit Musik. Diese Tradition hat sich bis in unsere Tage erhalten, und sie wird an jedem zweiten Sonntag im Oktober fortgesetzt; an diesem Tage strömen die Bewohner des Ortes zum Schloss, wo in den eigenen Olivenhainen das Fest abgehalten wird.

Die letzten Nachkommen der Familie Margarit waren die Zwillinge Boiys. Sie gehörten zu den ersten Piloten der spanischen Luftwaffe und starben während des Krieges zwischen Spanien und Marokko zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

In den 70er Jahren versuchte der Surrealist Salvador Dalí, das Schloss als Geschenk für seine Muse Gala zu kaufen. Allerdings scheiterten die Verhandlungen, und stattdessen kaufte er das Schloss Púbol, etwa 5 km entfernt vom Castell d'Empordà. Dieses Schloss ist heute ein bekanntes Museum, Teil des so genannten Dalí-Dreiecks.